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Benjamin Kneisl ist Inhaber des Grünwald Resort in Sölden. Als aktiver Skifahrer und Einheimischer berichtet er im Outdoor Magazin über die neusten Nachrichten aus dem Ötztal und gibt Ihnen die Empfehlungen für Ihren Urlaub.

Die Geschichte des Innerötztals

Vom Bauerndorf zu einer der wichtigsten Urlaubsdestinationen im Alpenraum

Früher besiedelten Hirten und Jäger aus der Steinzeit die Hochalmen im hinteren Ötztal, im Jahr 2012 sind es Millionen Touristen aus aller Welt. Eines hat sich in hunderten von Jahren nicht geändert, Sölden ist und bleibt der Hotspot in den Alpen.

Die Chronik von Sölden

Die Hochalmen des hintersten Innerötztales (heute Sölden, Vent und Obergurgl) wurden schon in der Steinzeit von Jägern und Hirten aufgesucht, wie auch der Fund des Ötzi zeigte. Sie kamen vom Süden über den Alpenhauptkamm und begannen etwa 4.500 v. Chr. durch Brandrodungen an der Waldgrenze die nutzbaren Weideflächen zu vergrößern. Das Innerötztal wurde ursprünglich nur als Alm vom Vinschgau aus genutzt. Die allmähliche Siedlungstätigkeit vom Süden her prägte zahlreiche rätoromanische Ortsnamen, besonders im Venter Tal, und im innerötztaler Dialekt, der seit 2010 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, haben sich bis heute romanische Ausdrücke erhalten. (Quelle Wikipedia)

Der Tourismus begann im 19. Jhdt., und somit erging es der oft ärmlichen Bauernfamilien immer besser. Der damalige Alpinismus bekam durch die markante Bergwelt der Ötztaler Alpen immer mehr Anhänger und so pilgerten die ersten Gäste vom Ausland ins hintere Ötztal. Im Jahre 1855 werden im Gemeindegebiet bereits 5 Gasthöfe gezählt, die meisten davon wurden von den Seelsorgern geführt, die dann auch die Wichtigkeit des Toursimus erkannten. Der zunehmende Alpinismus erforderte nun auch Logistik und Infrastruktur am Berg, die Gründung des österreichischen Alpenvereins im Jahre 1862 verhalf den Ötztalern dann auch zu mehr Ruhm. Dann ging es Schlag auf Schlag:

  • 1871 -1903: Franz Senn lässt das Hochjoch-Hospiz als erste Schutzhütte im Ötztal am Saumweg über das Hochjoch nach Südtirol errichten. Bis zur Jahrhundertwende erfolgen zahlreiche Bauten von Schutzhütten, vor allem durch den Deutschen Alpenverein der zwei Jahre mit dem deutschen zusammgeschlossen wurde. Der Beginn des Skilaufs und das erste gemeinsame Prospekt “Ötztal” erscheint.
  • 1903 – 1957: Vom ersten und zweiten Weltkrieg gezeichnet erlebt das Ötztal nach der Tausend-Mark Sperre einen herben Rückschla im Tourismus. Doch die Ötztaler Pioniere glauben fest an die Zukunft in der Gästebeherbergung und bald wird auch schon das erste Hotel eröffnet. Es folgen zahlreiche Pensionen, Gasthöfe bis hin zur ersten Sesselbahn. Nach dem Bau der ersten Einsesselbahn von Sölden nach Hochsölden erfolgte ein rasanter Aufschwung des Fremdenverkehrs und Sölden zählt bereits mit 300.000 Nächtigungen zu den bekanntesten und beliebtesten Destinationen im Alpenraum.
  • 1957 – 2012: Von 1957 weg hat der Bauboom in Sölden Einzug gehalten. Zahlreiche Bahnen, Straßenerschließungen, Gletschererschließungen bis hin zu einer modernen Infrastruktur im Ort bestehend aus Geschäften, Bars, Clubs, Skischulen usw. machen Sölden heute mit über 2 Millionen Nächtigungen zu den mächtigsten Urlaubsorten in Österreich. Es kaum mehr ein Privathaus, das nicht auf Gästebeherbergung eingerichtet wäre. Damit arbeiten alle Einwohner direkt oder indirekt in der Tourismuswirtschaft. Handel und Gewerbe erzielen durch die vielfältigen Investitionen im Tourismus gute Umsätze. Der Mut und Pioniergeist der Ötztaler ist auch heute noch ungebrochen.

Wie sieht die Zukunft Söldens aus? Projekt Ortsumfahrung und Ortskernentwicklung Sölden

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